Insbesondere bei der Finanzierung besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität. In Brandenburg wird die Betreuung pro Kind und Tag rechnerisch lediglich für 7,5 Stunden finanziert. Viele Einrichtungen, darunter auch die DRK-Integrationskita „Zwergenhand“, haben jedoch deutlich längere Öffnungszeiten. Gleichzeitig verfügen viele Familien über einen individuellen Rechtsanspruch auf acht Stunden Betreuung und mehr. Damit das möglich ist, verteilt sich das vorhandene Personal über mehr Stunden als eigentlich finanziert. Die Beschäftigten engagieren sich täglich dafür, eine gute Betreuung sicherzustellen. Dauerhaft führt diese Situation jedoch zu einer steigenden Belastung.
Gemeinsames Ziel ist es, die hohe Qualität der Betreuung und insbesondere die Verlässlichkeit der Öffnungszeiten langfristig zu sichern. Gerade für Familien sei eine verlässliche Betreuung eine wichtige Voraussetzung, um Beruf und Familienleben miteinander vereinbaren zu können.
Mit dem Kitakollaps-Tag soll deshalb deutlich gemacht werden, dass Brandenburg eine bedarfsgerechte Finanzierung und eine realistische Personalbemessung für verlängerte Betreuungszeiten benötigt. Gefordert werden verbindliche Qualitätsstandards sowie die gesetzliche Verankerung einer dritten Betreuungsstufe, damit finanzielle und personelle Ausstattung künftig dem tatsächlichen Bedarf entsprechen.
